Siegen. – Mit der Aussetzung des Wehrdienstes Anfang Juli gibt es nun auch keine Zivildienstleistenden mehr. Vielen sozialen Einrichtungen fehlen jetzt wertvolle Arbeitskräfte. In die Bresche springen sollen vor allem junge Leute, die sich für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) melden. Mit dem neuen Dienst werden auch weiterhin Einrichtungen wie zum Beispiel Altenheime, Kindergärten und Krankenhäuser Freiwillige beschäftigen können, die sich für einen bestimmten Zeitraum verpflichten möchten.

Um zu zeigen, wie vielfältig der ehrenamtliche Dienst sein kann, wird der Landtagsabgeordnete Jens Kamieth im Rahmen einer Sommertour in verschiedenen Stationen jeweils einen Tag lang arbeiten. „Ich will selbst erfahren, wie spannend, aber auch fordernd, der Freiwilligendienst ist“, sagt Kamieth, „und werde deshalb in den Sommerferien selbst mit anpacken.“

Kamieth, der sich auch selbst ehrenamtlich im Deutschen Roten Kreuz in Siegen engagiert, und deshalb weiß, wie wichtig für das DRK und andere Organisationen freiwillige Hilfe ist, ermuntert alle jungen Siegerländer: „Karriere ist nicht alles. Es ist wichtig, auch für andere da zu sein und sich ein halbes Jahr oder länger für unsere Gesellschaft einzusetzen.“ Der Abgeordnete ergänzt: „Wer noch nicht weiß, was er nach der Schule machen will, findet beim BFD vielleicht gute Anregungen. Berufe im sozialen Bereich haben schließlich Zukunft.“

Gerade die Zeit zwischen Schulabschluss und Ausbildungs- oder Studienbeginn eigne sich dafür. Anders als im Zivildienst könne man auch nur ein halbes Jahr ableisten. Längstens seien 2 Jahre Dienst möglich. Ein weiterer wichtiger Unterschied zum ‚Zivi‘: Für den BFD können sich alle bewerben, die älter als 18 sind und ihre Schulzeit beendet haben. „Also auch Senioren können sich im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes engagieren“, erklärt Kamieth. Der Einsatz wird mit einem Taschengeld von höchstens 330 Euro belohnt.

Deshalb solle sein Einsatz auch als Werbung für den Bundesfreiwilligendienst verstanden werden. „Es ist eine neue Einrichtung, die viele Jugendliche anders als den Wehrdienst oder den Zivildienst noch nicht kennen“, sagt Kamieth bei der Vorstellung seiner Sommertour, „ich will gerne helfen, den neuen Dienst bekannter zu machen und hoffe, dass es künftig viele ‚Bufdies‘ im Siegerland geben wird.“

Die Stationen der Sommertour im Einzelnen:

   29. Juli auf der Feuerwache Siegen

   2. August im Familienzentrum  Kleeblatt Freudenberg-Niederndorf

   5. August im Haus Klotzbach in Neunkirchen

   9. August in der Kinderinsel der DRK Kinderklinik

   11. August mobiler Einsatz mit der Umweltabteilung des Kreises Siegen-    

        Wittgenstein bei der Umweltpflege in Burbach im Naturschutzgebiet Gambach

Am Ende der Sommertour wird Kamieth über seine Erfahrungen im Rahmen eines Pressegespräches berichten und ein Fazit ziehen. Er wird außerdem Tipps für Jugendliche und andere Neugierige geben, die sich für den Bundesfreiwilligendienst interessieren.

Düsseldorf/Siegen. – „Das Landesprogramm für U3-Plätze ist schlecht für Siegen“, sagte der Landtagsabgeordnete Jens Kamieth zum Investitionsprogramm des Landes für Kita-Plätze, „die Förderpauschalen werden sehr viel niedriger sein als im bisherigen Bundesprogramm.“ So seien etwa die Summen für Umbau und Ausstattung mit 6.800 Euro nur mehr halb so hoch wie die bisherigen 12.000 Euro.

„Wer sich – wie die Stadt Siegen – um Mittel aus dem Landesprogramm bewirbt und entsprechende Anträge stellt, wird vom Land gezwungen, bereits eingereichte Anträge auf Mittel aus dem Bundestopf zurückzuziehen, weil sie nicht mit den Landesmitteln kombinierbar sind. Und das ohne zu wissen, ob die neu beantragten Landesmittel überhaupt bewilligt werden“, erklärt Kamieth das komplizierte Verfahren. So müsse Siegen trotz dieser Unsicherheiten bis zum Donnerstag die geplanten Maßnahmen melden.

„Da sich die Landesregierung bisher nicht klar zu den Förderrichtlinien geäußert hat, wissen wir noch nicht, welche Maßnahmen in Siegen tatsächlich umgesetzt werden können“, sagte Kamieth und ermahnte die Landesregierung: „Ich fordere eine praxisgerechte und unbürokratische Lösung, die die unterschiedlichen Fördertöpfe miteinander in Einklang bringt. Den Eltern ist es schlicht egal, ob das Geld vom Bund oder vom Land kommt. Sie brauchen einen Platz für ihr Kind.“

Auch die Stadt Siegen habe bereits auf die Risiken hingewiesen. So ist zu befürchten, dass aufgrund der viel zu niedrigen Landeszuschüsse die Ausbauquote für Betreuungsplätze für Kinder unter Jahren nicht erreicht werden kann Ursprünglich sollte im Jahr 2013 für 35 Prozent der Kinder in Siegen ein Platz zur Verfügung stehen, und damit der Rechtsanspruch für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr umgesetzt werden. „Ob dieses wichtige Ziel erreicht wird, steht nun in den Sternen“, so Kamieth abschließend.

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Düsseldorf/Siegen. – Teilnehmer des Jugendaustausches Zakopane-Siegen waren für einen Tag auf Einladung des Abgeordneten Jens Kamieth zu Gast im Landtag und in Düsseldorf. Die Gruppe erhielt einen Einblick in die Arbeit des nordrhein-westfälischen Parlaments. Besonders beeindruckt waren die Jugendlichen von der Architektur des großen Gebäudes am Rhein.

 Kamieth stand ihnen für Fragen zur Verfügung und diskutierte mit Dolmetscherhilfe unter anderem über die Schul- und die Drogenpolitik.

Diese Themen interessierten die Jugendlichen besonders, weil sie einen Vergleich zu ihrer Heimat ziehen konnten. „Das deutsche Schulsystem wirkt für sie vielleicht etwas kompliziert, aber das Konzept überzeugt“, war sich Kamieth sicher.

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